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Montag, 13. Juli 2009

Und dann kam mein Bruder...

..und ich mußte ins Fußballstadion-aaaarrrrgggg :-)

Aber vorher haben wir uns noch ein bisschen die Stadt angesehen und leckeren Schinken, Pulpo und Cerveza= Bier verzehrt..





...die alte Plaza Mayor im Sonnenuntergang bestaunt und Straßenkünstler beobachtet...









..das Wahrzeichen Madrids auf der Plaza del Sol besucht.



...Aber wie gesagt, DIE Hauptattraktion: Dienstag, 10h morgens Estadio Bernabéu- Centro de Madrid und Zentrum aller Real Madrid Fans..





Den Weg dorthin findet man mit der Metrolinie 10/dunkelblau in Richtung "Hospital Infanta Sophia" Haltestelle: Santiago Bernabéu







Eine Tour ist von 10- 19h möglich und kostet für Erwachsene 15€.








Man fährt mit einem Aufzug zu dem Panoramaausblick auf das große Spielfeld- bei uns wurde leider gerade die Grünfläche ausgetauscht und wir konnten somit nicht den "heiligen Rasen" betreten.







Auf dem Weg zu den Ausstellungen läuft man an der über hundertjährigen Geschichte des Vereins in Bildern vorbei.




So sah "das Leder" damals aus.










Für mich war die Trophäenausstellung am Schönsten- alle möglichen Formen und gold-silberfarben.















Ralf durfte ein uraltes Trikot seines Lieblingsvereines bewundern.












Dann ging es zu den Gästeumkleidekabinen, die als eine der luxuriösten dieser Zeit gelten.









Danach: Ab zur Pressekonferenz...




Ralf wollte gerne auch ein Vorstellungsgespräch bei Señor Bernabéu- kam aber zu spät...




Dann eben in den Zuschauerraum mit eingebauten Fernsehern in den Ledersesseln- Die Vip-Bühne.


Schee woars, danke, Ralf :-)

Dienstag, 7. Juli 2009

Meine Reise nach "A Coruña" y "Gijón"

Nachdem ich nun mein Praktisches Jahr beendet habe und zu Beginn meiner Lernphase eine frische Brise genießen wollte, habe ich meinen Regenschirm eingepackt und mich auf den Weg nach "A Coruña" (= galizisch, La Coruña= kastillisch)/ Galizien begeben- bisher umschwärmt als kühle Gegend mit dem angeblich besten und frischsten Essen Spaniens.


Meine Zugfahrt, dieses Mal ein Nachtzug mit Bettchen ab dem Bahnhof "Madrid-Chamartin" nach "A Coruña", habe ich wieder im Internet gebucht- einfache Fahrt im Angebot 30 €, 8 Stunden Fahrzeit, knapp 600km von Madrid entfernt.






Nachdem mich morgens früh eine ältere Dame, die mir unbedingt günstig ein Zimmer vermieten wollte, am Bahnhof aufgegabelt hatte und ich somit gleich meinen Rucksack abstellen konnte, begab ich mich auf die Suche nach dem Strand, an dem ab 9h mein erstes Event geplant war.
Alles was ich auf dem Weg dorthin zu sehen bekam war der Hafen und eine recht industriell wirkende Stadt.



Der Strand war morgens noch sehr leer, da das Wetter nicht ganz so gut war. Die erfrischenden 18° C waren nach dem Brennofen Madrid eine wunderbare Abwechslung.


In A Coruña läuft man endlos an der Küste entlang, die Landschaft variiert von schönem Sandstrand, bis Felsküste und Wiesen.







Meine Reise stand unter dem Motto: „Chicas con Tablas“- Mädchen mit Surfbrettern, eine Aktion die von der Firma Ripcurl gesponsert wurde. Diese „Girls tour“ findet in diesem Jahr an 23 europäischen Stränden kostenlos statt, zwei davon habe ich besucht und am Surftraining und der Hula- Tanzschule teilgenommen. Die Einschreibung fand jeweils morgens ab neun Uhr statt, der Surfunterricht wurde von ortskundigen Surflehrern gehalten. Sehr viel Glück mit hohen Wellen hatten wir nicht aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht und das Paddeln üben ist auch nicht zu verachten. Spaßfaktor (***)










Ich habe mich hauptsächlich für die Küste und die frische Seebrise interessiert...und die Ausblicke auf die Segelbote genossen. Es gibt den Herkulesturm, einen alten Leuchtturm, über den viele tolle Legenden geschrieben stehen.














Von A Coruña aus fährt man übrigens etwa eine Stunde mit dem „RENFE Media Distancia“ nach Santiago de Compostela (Jakobsweg...) für circa 10 € Hin- und Rückfahrt.

Die Busreise nach Gijón war unheimlich angenehm, da ich einen Super+ Bus von ALSA genommen habe (40€), der so gut wie einem Flugzeug der „First- class“ entspricht…Ledersessel, Wifi, Essen und Trinken frei nach Wahl, große Beinfreiheit, Filmauswahl…fast hätte ich die tolle Landschaft verpasst, da ich auf der vierstündigen Reise kaum zum aus dem Fenster schauen kam.
Es ist unheimlich grün und hügelig auf der einen Seite der Fahrbahn und auf der anderen Seite kann man die Meeresküste und den Sonnenuntergang bewundern…*träum*.

Gijón war bis auf das letzte Hotelzimmer ausgebucht oder ich hätte einen unglaublichen Preis zahlen sollen. Was ich nämlich nicht wußte, dass neben meinem relativ unbekanntem Surffestival die „Semana Negra“ stattfand. In dieser „Schwarzen Woche“ werden die Krimiverfasser Spaniens eingeladen und reden über ihre neusten Werke. Zudem gibt es Bücherstände. Das war dann aber auch schon alles, was die Veranstaltung mit Büchern zu tun hatte. 95% der Veranstaltung drehen sich um Verkauf von Kunstprodukten aus Nord- und Zentralafrika, Südamerika, spanische Straßenkünstler, Essensbuden, Festzelte mit Cocktailbars und einen riesigen Jahrmarkt. Jedenfalls war die Hölle los und ich habe nach einem kilometerlangen Lauf doch noch eine günstige Familienpension gefunden, von der aus ich allerdings am nächsten Morgen 40 Minuten zum Hauptstrand von Gijón zu laufen hatte.

Gijón ist für Touristen sehr gut organisiert. Man kann sich mittlerweile unterschiedliche Audiotouren für vier Stunden ausleihen und mit den Geräten durch die Stadt laufen.
Es gibt einen Wellness- Komplex „Talasoponiente“, ein Aquarium, Wassersportmöglichkeiten je nach Jahreszeit, Museen, einen botanischen Garten und unterschiedliche Stadt- und Umgebungsstrände. Ich habe noch eine temporäre, kostenfreie Ausstellung über die Sprachentwicklung „El HABLA“ des Menschen besucht.

Kulturell kann man in der Küstenstadt alte Bauwerke und Ausstellungen über die industrielle Entwicklung besuchen.







Auf dem Weg dorthin sind mir unter anderem die vielen Lokale, in denen „Sidra“, spanischer Apfelwein, verkauft wird, aufgefallen.
Beim Servieren des Getränkes durch eingießen von hoch oben in ein breites Glas (besonders gute Aromaentfaltung), wird darauf geachtet, dass eine passende Menge, die in einem Schluck ausgetrunken werden kann, serviert wird.







Die Zubereitung meiner Lieblingsspeise "Pulpo" konnte ich auch beobachten...

















Auf dem Büchermarkt habe ich eine liebe Einheimische kennengelernt.











Die Rückfahrt nach Madrid im Normalbus mit ALSA kostet circa 35€- allerdings empfehle ich auch hier den Supra+ von ALSA für knapp 15 € mehr…war einfach ein tolles Erlebnis von A Coruña nach Gijón und ich haben den Luxus auf der Fahrt nach Madrid vermisst…

Samstag, 4. Juli 2009

Ein Tag in Segovia

Vom "Intercambiador Príncipe Pío" starten Direktbusse nach Segovia circa jede halbe Stunde. Die Hin- und Rückfahrt am gleichen Tag kosten insgesamt 13 €, Fahrkarten können vor Ort gekauft werden (am Wochenende lieber vorbuchen, da vieeeeele Touristen in Richtung Segovia fahren).

Auf der Fahrt von Madrid nach Castilla y León verwandelt sich die karge, trockene Landschaft in eine hügelige, spärlich mit sattgrünen Bäumen bewachsene Gegend.
Nach einer Stunde Fahrzeit kommt der Bus an der Station in Segovia an. Man kann sich sogleich auf die Entdeckungsreise Richtung Innenstadt begeben.
Das erste Bauwerk, das man zu sehen bekommt, wird von hunderten von Schwalben umkreist: Die im Inneren sehr dunkle und geheimnisvolle Kirche "San Millán". Von deren Kirchplatz aus kann man einen ersten Blick auf die Kathedrale von Segovia erhalten.

Nach einem kleinen Stadtbummel fällt der Blick am Ende der Straße auf das berühmteste Bauwerk der Stadt: Das romanische Aquädukt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, das aus den Bergen von Guadarrama seinen Ursprung nahm und eine Maximalhöhe von 28,10 Metern mißt. Die Wasserleitung reichte bis zum "Alcázar".

Nachdem diverse tolle Musikgruppen, mit kleine Menschenansammlungen um sich herumgeschaart, in den Straßen unterwegs waren und meinen Weg gekreuzt haben, kam ich an der nächsten großen Sehenswürdigkeit der Stadt an: Die Kathedrale "Catedral de Nuestra Señora de la Asunción y de San Frutos"- Schutzkirche der Stadt aus dem 16. Jahrhundert, die bis in die folgenden Jahrhunderte hinein erweitert und verschönert wurde. Neben vielen schönen Kapellen birgt sie einen romantischen Kreuzgang mit Gartenanlage. Eintritt insgesamt 3€.















Beim Umdrehen auf meinem Weg zum nächsten Höhepunkt schaute ich nochmal auf die Türme der Kathedrale, die ich heute nicht zum letzten Mal gesehen haben sollte.








Die persönliche Widmung auf einer Häuserfassade zeigt die Bewunderung eines Nordamerikaners für dieses Fleckchen Erde.

Bevor ich zusammen mit meinem "Audioguide das "Alcázar" betrat, sah ich mir auf einer schönen Karte die Regionen Spaniens an und träumte von weiteren Reisen...




Das Schloß stammt aus dem 11. bis 19. Jahrhundert und hat -wie viele wichtige Bauwerke- einen Brand überstehen und neu konstruiert werden müssen. Bei der Führung durch den alten und den neuen Teil des Schlosses kommt man an vielen schönen Gemälden, Gegenständen aus den unterschiedlichsten Jahrhunderten und kuriosen Verzierungen vorbei, denen die einzelnen Zimmer ihre Namen verdanken.

So zum Beispiel der "Schnürensaal", an dessen Wand entlang sich ein goldenes Seil zieht, auf Anordnung Alfonso des X. angebracht, zum Zeichen der Sühne seines maßlosen Stolzes. Von dem Saal aus konnte der Herrscher in einer Zimmernische hinter einem Holzparavant der Messe in der nebenanliegenden Kapelle lauschen.

Der Galeerensaal wurde so benannt, da sein Dach die Form eines umgedrehten Schiffes aufweist.
Viele Decken, die damals aus Holz waren, sind heute Rekonstruktionen oder sogar von anderen Orten transferiert worden, da die Originale bei dem damaligen Brand im Jahre 1862 zerstört wurden.
Auch die Fenster sind besonders schön ausgearbeitet mit Bildern von ehemaligen Herrschern und geschichtlich wichtigen Szenen des Schlosses.



Im Schatzsaal habe ich tolle Entdeckungen gemacht :-)
Von einer Art Terrasse kann man auf die Burgtürme und einen schönen Sommergarten blicken. Zusätzlich sollte noch berichtet werden, dass die Burg zu unterschiedlichen Zwecken genutzt wurde. Im Mittelalter bevorzugte Residenz Kastillischer Könige, sechs Zyklen Staatsgefängnis nach der Verlegung des Staatshofes nach Madrid, ab 1762 unter König Carlos III."Real Collegio de Artilleria" Militärausbildungsplatz. Ab 1882, nach erlittenem Brand, Aufbau und Installation des Kriegsministeriums unter König Alfonso XIII. und Königin María Cristina. 1898 bis heute beherbergt es das militärische Generalarchiv. Seit 1951 bemüht man sich durch Gründung einer Stiftung um die Erhaltung des Gebäudes.

Bevor man auf den Turm steigt wird man auf die Eigenverantwortung hingewiesen, dass man die 152 Stufen nur in bester Gesundheit hochsteigen sollte. Der Aufstieg lohnt sich! Man erhält einen wunderschönen Blick auf die Umgebung und die Stadt. (Eintritt ermäßigt 5 €, Audioführer 3 €)